Jan 23 2007

Explosionsalarm in der Südstadt

Tag: Betreuungsdienstbernd.erk @ 17:13

45-Jähriger wollte Wohnung sprengen — 67 Menschen nächtigten beim BRK

Mit einer Explosionsdrohung im Internet hat ein 45-Jähriger einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften ausgelöst. 67 Menschen mussten frühmorgens in Sicherheit gebracht werden.

Die Warnung kam morgens um 1.30 Uhr. Eine Frau rief in der Einsatzzentrale der Polizei am Jakobsplatz an und berichtete von einem Chat-Partner, der mit einer Explosion gedroht habe. Dem Mann stehe eine Zwangsräumung bevor.

Die Polizei löste gleich einen Großalarm aus: Binnen weniger Minuten ließ sie das Anwesen an der Schwabenstraße in Steinbühl, in dem der 45-Jährige wohnt, sowie zwei Nachbarhäuser räumen. Die Verkehrsbetriebe (VAG) stellten Busse für die 67 in Sicherheit gebrachten Menschen bereit und brachten sie in die Zentrale des Roten Kreuzes an der Nunnenbeckstraße.

Derweil waren Techniker von N-Ergie bereits in den Keller vorgedrungen. Sie sperrten sicherheitshalber die Gaszufuhr zu der Häuserzeile.

Die Polizei versuchte inzwischen, in Kontakt mit dem Lebensmüden zu kommen. Doch der Mann reagierte nicht. Er wiederholte sogar seine Drohungen in einem Chatroom im Internet.

Polizeihund biss zu

Was tun? Als der 45-Jährige auf Klingeln und Klopfen nicht reagierte, entschloss sich die Polizei fünf Stunden nach der Warnung der Frau zum Zugriff: Spezialkräfte öffneten am Dienstagmorgen gegen 6.30 Uhr die Wohnungstür gewaltsam und nahmen den Mann fest. Dabei wurde der 45-Jährige von einem Polizeihund gebissen. Wegen dieser Wunde, aber auch wegen seiner psychischen Verfassung musste der Mann in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Bei Selbst- und Fremdgefährdung ist auch die Einweisung in eine geschlossene Abteilung möglich.

Inzwischen konnten die Frauen, Männer und Kinder an der Nunnenbeckstraße wieder in die Busse steigen und nach Hause in die Südstadt fahren. Experten des Landeskriminalamts durchsuchten zwischenzeitlich die Wohnung nach Sprengstoff. Sie fanden große Mengen Feuerwerkskörper und ein zunächst nicht identifizierbares Pulver. Die Ermittlungen dauern an.

(Verfasser Nürberger Nachrichten / 24.01.2007)


Jan 18 2007

Orkan Kyrill

Tag: Betreuungsdienstbernd.erk @ 17:21

Obwohl der Orkan Kyrill ohne schwere Schäden zu hinterlassen über Nürnberg gezogen ist, waren 400 Helfer von Feuerwehr, THW und den Hilfsorganisationen im Einsatz.

Da die Deutsche Bahn AG den Betrieb einstellte waren in Nürnberg über 200 Personen zu betreuen und über Nacht unterzubringen.
Hierfür wurde vom Betreuungsdienst des Bayrischen Roten Kreuzes in Gemeinschaft mit der Katastrophenschutzbehörde eine Notunterkunft mit Feldbetten und Verpflegung im Sigena-Gymnasium eingerichtet.