Sep 28

Hilfsgütertranssport nach Skopje/Mazedonien

Tag: Dienstgeschehen, KatastrophenschutzMonika Ritter @ 19:13

Wir sind wieder zurück! Heute morgen 5:30Uhr sind wir auf dem Grundiggelände angekommen. Wir sind auch vom Trulli empfangen wurden, was ich nicht gedacht hätte. Ich berichte hier kurz, da es einen ausführlichen Bericht vom Rainer noch geben wird.

Wir sind am Sonnatg um 20 Uhr gestartet. Wir sind vom Herr Kress, Daniela u. Wolff Panzer, Christa Engelhardt, Angie, Benni und vom Trulli verabschiedet wurden. Rainer und Gustav haben die erste Strecke übernommen. Wir habe bei Innsbruck den ersten Fahrerwechsel gemacht. Die Fahrt bis Ancona verlief schnell und problemlos. Durch die Berge in der Nacht zu fahren, war für mich etwas gespenstisch. Den Umriss von den Bergen zu sehen und sie nicht zu sehen, ich habe ein bisschen zu viel Phatasie :-) . Verona bei Nacht ist ein toller Anblick. Kurz vor Ancona habe wir dann auch die Adria gesehen, endlich am Meer. Nach einem kurzen Aufenthalt, haben wir die Trucks in dieses Riesenschiff gefahren. Das Schiff hat um 14 Uhr angelegt und bis 16:30 ausgeladen. Die Autos, Trucks und Wohnmobile wollten kein Ende nehmen. Die LKW´s wurden von der Polizia angehalten und deren Ware kontrolliert. Im ersten LKW holten sie einen Flüchtling heraus und aus einem anderen 7 Flüchtlinge. Der große LKW konnte als Letzter einfahren, da wir in Igoumenitsa als erste raus fahren mussten. Die Überfahrt war sehr angenehm, wir hatten eine ruhige See. Die Kajüte war klein, wir brauchten es ja nur für eine Nacht. Nach 16 Stunden Fahrt sind wir in Igoumenitsa angekommen. Bis Ioannine konnten wir Autobahn fahren, dann ging es über die Berge auf Serpentinen weiter. Den einen Berg hoch und dann wieder runter. Ich weiß jetzt wie eine Motorbremse funktoniert! Nach Siastina sind wir wieder auf die Autobahn bis Thessaloniki. Von da aus sind wir weiter Richtung Mazedonien, bei Gevgelija wollten wir über die Grenze fahren. Kurz nach Thessaloniki ist Gustav nicht nach der geplanten Route gefahren und über Funk hat uns Walter infomiert, das wir von Griechenland aus nicht über die Grenze kommen. Die Griechen hatten die Grenzen nach Mazedonien dicht gemacht. Diese Infomation hatte wie von Linda, ehrenamtliche Kollegin aus Skopje. Nun gut, dann haben wir uns eine neue Route über Bulgarien ausgesucht und sind dann weiter. An der Grenze mussten wir beim Zoll warten, diese wollten eine Liste über unsere Ladung. Dank dem Herrn Zeittelhack hatte wir diese auch, nur in Deutsch. Darüber waren die Zollbeamten in Bulgarine nicht so begeistert, da sie diese nicht lesen konnten. Nach einer Stunde konnten wir dann weiter fahren. Rainer und ich waren im kleinen LKW und sind bei der Polizei relativ gut durchgekommen. Dann war der große an der Reihe. Die Polizei hat den LKW nicht durch gelassen. Um es kurz zu fassen, es haben Fahrzeugschein und Versicherungsschein vom Auflieger gefehlt und die Auslandsversicherungskarte vom Truck war unvollständig ausgefüllt. Somit musste der LKW im Niemandsland abgestellt werden. In der Zwischenzeit gingen einige Telefonte hin und her. Linda hatte dann mit dem Chef vom Roten Kreuz in Strumica ausgemacht, das er uns Hotelzimmer besorgt und wir noch was zu Essen bekommen. Den Kleinen LKW haben wir dann beim Zollhof abgestellt und sind mit dem Taxi nach Strumica gefahren. Der Hotelfachmann wusste nur leider nix von unsere Ankunft und hatte dann auch kein Essen. Was dem Gustl, Rainer und mir dann auch egal war, wir wollten nur noch ins Bett. 10 min. später habe ich mitbekommen, das es beim Walter an der Tür geklopft hat. Der Chef vom Roten Kreuz in Strumica hat uns schon vermisst und sich auf die Suche nach uns gemacht. Im nachhinein hat sich rausgestellt, das der Taxifahrer einen Vertrag mit dem Hotel hat und uns daher auch in das Hotel gefahren. Wir kamen dann auch noch zu underem Essen, Nachts um 4 Uhr. Um 8 Uhr war die Nacht rum. Nach dem Frühstück habe wir dann auch endlich mal Linda kennengelernt. In der Zwischenzeit sind uns die fehlenden Papiere zugefaxt wurden. Dann sind wir zurück zum Zoll. Gegen 16 Uhr konnten wir dann auch vom Zoll aus weiter fahren. Wir waren ca. 3 Stunden unterwegs bis wir in Skopje angekommen sind. In Skopje ist es beim Zoll so organisiert wurden, dass unsere LKW´s “frei” waren. Die Ware ist dann beim Zoll eingelagert und kontrolliert wurden und das Roten Kreuz in Skopje hat sich um die weitere Verteilung gekümmert. Im Hotel angekommen haben wir uns fertig gemacht und sind dann weiter zum offizeillem Essem mit dem President vom mazedonischem Roten Kreuz. Da gabs dann lecker Essen, haben uns kurz vorgestellt und war dann noch ein gemütlicher Abend mit mazedonischen Rotwein.

Die Heimfahrt hat sich weitgehen ruhig verhalten, an der Grenze von Mazedonien haben wir eine Stunde verbracht. In Bulgarien war die Polizei und der Zoll sehr freundlich zu uns und konnten problemlos passieren. Die weitere Fahrt ging dann wieder nach Thessaloniki bis nach Kozani, in Siastina haben wir unsere Letzte Nacht in Griechenland verbracht. In Igoumenitsa mussten wir dann auf die Fähre warten, diese hatte 45min Verspätung. Auf der Überfahrt hatten wir etwas Wellengang. Von Ancona bis nach Nürnberg ist alles einwandfrei verlaufen. Die Berge haben wir wieder nur im dunklem passiert.

Ich fande diesen Transport klasse. In 8 Tagen 3477km. Das wir an der Grenze solche Probleme mit der Polizei hatten, war blöd. Ich würde jederzeit wieder einen Hilfsgütertransport mitmachen!

Viele Grüße vom Rainer!

4 Kommentare zu “Hilfsgütertranssport nach Skopje/Mazedonien”

  1. Alexander Meyer says:

    Klingt echt interessant.
    Das mit der Polizei ist sicherlich ärgerlich, aber schließlich hab ihr es dann doch geschafft.
    Ich finde es super, dass so ein Transport durchgeführt wurde, weiter so.

  2. Monika Ritter says:

    Ich habe gestern noch die Bilder gemacht und heute morgen hat mir Rainer seine noch gebracht und wir sind auf 972 Bilder gekommen. Wobei einige nix gewurden sind. Es kommen noch ein paar von Daniela Panzer dazu.

  3. benjamin.klier says:

    Welcome back! ;-)

  4. Rainer Fiegl says:

    Hallo zusammen, vielen Dank Moni für Deine Arbeit im Blogg, der angesprochenne Bericht wird hoffentlich im nächsten KV-Aktuell erschienen.
    Bis bald grüße Rainer

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