Apr 27

Grossübung am 24. April 2009

Tag: Allgemeinbenjamin.klier @ 10:03

So, damit hier auch mal wieder ein bisschen was thematisch passendes landet ein paar Worte zur Grossübung am letzten Freitag.

Ausgehend von der geplanten Lage (ein durch Unwetter zerstörtes Jugendzeltlager) hatte ich insgeheim ja beinahe gehofft das dieses Mal ein wenig Arbeit für den Betreuungsdienst abfallen würde – Jugendliche ohne Zelte müssen ja irgendwo hin, und es werden schon nicht alle schwer verletzt und damit ein Fall für den Rettungs- oder Sanitätsdienst sein. Soviel zur Theorie. Die Praxis sah dann leider (man hätte es ja beinahe vermuten können…) ein wenig anders aus.

Nachdem sich die SEG Betreuung gemütlich auf der Wache in Langwasser eingefunden hatte, der Papierkram erledigt und die Fahrzeuge besetzt waren gings ab in den Bereitstellungsraum in der Wiener Straße. Dort angekommen war dann die erste Herausforderung auch schon einen Parkplatz für unsere beiden MTWs zu finden – es war nämlich gerammelt voll. Mag sein das sowas bei einem Realeinsatz mal vorkommt, aber bei einer geplanten Übung sollte man vielleicht schon ein wenig darauf achten das für die anwesenden Fahrzeuge (und man weiss ja hier schon vorher mit wie vielen zu rechnen ist) halbwegs sinnvolle Parkmöglichkeiten bestehen. Als nächstes gings dann zum Übugnsbriefing – das ja vielleicht durchaus informativ und interessant sein kann.. wenn man es versteht. Vielleicht wäre die Benutzung eines Megaphons gar keine so schlechte Idee wenn man versucht einer durchaus größeren Personengruppe etwas mitzuteilen, das würde auch den Leuten in der letzten Reihe die Chance geben etwas zu verstehen. Aber nun gut, was solls – wieder ab auf die Autos und warten das man ins Einsatzgebiet einrücken darf – gefühlt waren es ca. 100 Stunden, real etliche Zigaretten und wohl auch irgendwas zwischen eineinhalb und zwei Stunden. Endlich angekommen im Einsatzgebiet war die Suche nach vermissten und Verletzten in vollem Gange, es gab im ganzen umliegenden Wald sicher keinen Stein, keinen Ast und kein Blatt das nicht von THW, Feuerwehr und Rettungsdienst mindestens einmal umgedreht wurde – nur leider keine Spur von unverletzten, zeltlosen Zeltlagerteilnehmern für den Betreuungsdienst… wäre sicher auch zu viel Aufwand gewesen, auch hierfür noch zwei, drei Mimen abzustellen (und sollten diese unverletzten Mimen doch existent gewesen sein… bis zum Betreuungsdienst sind sie dann leider nicht durchgedrungen). Angeblich sollten irgendwann einmal die Eltern der .o0(vermissten? Warum zum Geier nur die Eltern der vermissten Kinder…) bei der Betreuung ankommen, aber auch davon war nichts zu sehen. Unser Übungsbeitrag bestand also einmal mehr daraus ein Zelt aufzubauen das eigentlich nicht gebraucht wurde, dekorativ in der Gegend zu stehen, anderen Einheiten unter die Arme zu greifen… nur für einen Betreuungseinsatz hat es leider nicht gereicht.

Sollte nun noch jemand Lust haben dem ‘Alles war super, hat wunderbar geklappt und es war sowieso eine vorzügliche Übung, beinahe wie aus dem Bilderbuch’-Pressebericht der NZ zu lesen, so möge er dies -> hier tun.

Ein Kommentar zu “Grossübung am 24. April 2009”

  1. nils says:

    Außer Zelt aufbauen und auf Mimen aufpassen war (für uns) wirklich nichts zu tun.
    Ich kenne Deine Erwartungshaltung, kann daher auch Deine Reaktion nachvollziehen und rate Dir dringend: Fahr mehr Rettungsdienst. ;-)

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