Mai 03 2008

Grundsätze

bernd.erk @ 21:49

40 Jahre Rotkreuzgrundsätze

Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität – vor 40 Jahren, am 8. Oktober 1965 wurden diese sieben Prinzipien als Grundsätze der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung festgeschrieben.
Von unveränderter Aktualität

“Gerade heute, unter dem Eindruck der schrecklichen Folgen von Naturkatastrophen wie dem Tsunami in Südasien Ende 2004 oder der Hungerkatastrophe in Westafrika, zeigt sich die Aktualität unserer Grundsätze”, sagt Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. “Weltweit setzten sich mehr als 110 Millionen Männer und Frauen im Namen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung dafür ein, menschliches Leiden zu verhüten und zu lindern,” so Dr. Seiters.

Die Grundsätze lauten

Menschlichkeit

“Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, entstanden aus dem Willen, den Verwundeten der Schlachtfelder unterschiedslos Hilfe zu leisten, bemüht sich in ihrer internationalen und nationalen Tätigkeit, menschliches Leiden überall und jederzeit zu verhüten und zu lindern. Sie ist bestrebt, Leben und Gesundheit zu schützen und der Würde des Menschen Achtung zu verschaffen. Sie fördert gegenseitiges Verständnis, Freundschaft, Zusammenarbeit und einen dauerhaften Frieden unter allen Völkern.” So lautet der erste und wichtigste Grundsatz der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.

Unparteilichkeit

Gemäß dem Grundsatz der Unparteilichkeit unterscheidet die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung nicht nach Nationalität, Rasse, Religion, sozialer Stellung oder politischer Überzeugung, sondern hilft allein nach dem Maß der Not.

Unabhängigkeit und Neutralität

Sie ist unabhängig und enthält sich der Teilnahme an Feindseligkeiten sowie an politischen, ethnischen, religiösen oder ideologischen Auseinandersetzungen.

Freiwilligkeit

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung verkörpert freiwillige und uneigennützige Hilfe ohne jedes Gewinnstreben.

Universalität

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist weltumfassend. Sie umfasst weltweit 182 Nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, die alle die gleichen Rechte sowie die Pflicht haben, einander zu helfen.

Einheit

In jedem Land kann es nur eine einzige Nationale Gesellschaft geben. Sie muss allen offen stehen und ihre humanitäre Tätigkeit im ganzen Gebiet ausüben.

Selbstverständnis des Roten Kreuzes

Am 8. Oktober 1965 wurden die sieben Grundsätze in Wien von der 20. Internationalen Konferenz vom Roten Kreuz verabschiedet und 1986 in die Präambel der “Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung” aufgenommen. Sie drücken das Selbstverständnis der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung aus und dienen ihr als gemeinsame Richtlinie für ihre Tätigkeiten. Über die Einhaltung der Grundsätze wacht das Internationale Komitee vom Roten Kreuz.

Quelle: Deutsches Rotes Kreuz

Comments are closed.