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Geschichte

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1886

Männervereine in Nürnberg (Turnverein 1846, Freiwillige Feuerwehr und Veteranen-Kampfgenossenenverein 1870) verschreiben sich der Idee des Roten Kreuzes.
Kommerzienrat Wilhelm von Puscher, welcher sich im Krieg 1870/71 große Verdienste um die Organisation des Sanitätsdienstes erworben hatte, ruft am 1. November 1886 die Freiwillige Sanitätshauptkolonne vom Roten Kreuz in Nürnberg ins Leben. Unter der Leitung von Hofrat Dr. Karl Gröschel werden sie in ihrer Freizeit zu Sanitätern ausgebildet. Aufgabe der Kolonne war es "ihre Mannschaften zur Unterstützung des Militär-Sanitätsdienstes im Felde zu schulen und vorzubereiten, sodann auch die Erste Hilfe bei Unglücksfällen und Notständen zu leisten".

1895

Gustav Pfahler richtet den ersten Krankentransport in Nürnberg ein. Am 1. Dezember wird deshalb ein Vertrag über die Durchführung von Krankentransporten mit der Freiwilligen Sanitätshauptkolonne geschlossen.

1897

Die Ausbildung der Sanitäter erfolgt streng militärisch. Das Krankentransportwesen ist so gut ausgebaut, dass der Stadtmagistrat beschließt den Transport von Schwerkranken innerhalb des Stadtgebietes und auch von und nach auswärts zu übernehmen.
Die erste ständig besetzte Sanitätswache wird im Gebäude der Zentralfeuerwehr in der Karthäusergasse eingerichtet.

1900

Ein zwischenzeitlich gegründeter Sanitätskolonnen-Hilfsverein erwirbt ein Grundstück in der Nunnenbeckstraße. Es soll ein Kolonnenheim und ein Gebäude für den Fuhrpark (Pferdefuhrwerke mit Landauern) errichtet werden. 1902 war der Baubeginn.

1903

Da sich immer mehr Männer bei der Sanitätskolonne anmelden, wird die Sanitätshauptkolonne in drei Abteilungen gegliedert: die Sanitätskolonne 1, 2 und 3.

1904 - 1918

Zunächst wird eine Radfahrerstaffel gegründet. An Wochenenden befahren die Sanitäter mit sogenannten "Velozipeds" die belebten Ausflugsziele in Richtung Ziegelstein, Erlenstegen und zum Schmausenbuck, um bei Unfällen sofort Erste Hilfe leisten zu können.
Am 1. Mai 1908 wird ein erstes Sanitäts-Automobil, 1909 ein zweites Fahrzeug in Betrieb genommen. 1911 wird eine zweite Rettungswache gebaut, in welcher nur Autos untergebracht sind. 1913 erfolgt die Alarmierung der Sanitätsmannschaft per Telefon. 1914, mit Ausbruch des Krieges, wurde auf 25 aufgestockt, kurz darauf auf 32 Fahrzeuge. Hintergrund sind Verlegungen von Lazarettzügen zu den Lazaretten oder in die Kliniken. Bis 1918 wurden damit 467 Züge mit insgesamt 93.217 Verwundeten transportiert, dazu noch Transporte und Hilfeleistungen in der Stadt.

1918 - 1926

Nach dem Krieg und der folgenden Inflation geht es langsam wieder aufwärts. Am Nürnberger Hauptbahnhof wird eine ständig besetzte Sanitätswache eingerichtet. Fahrzeuge werden wiederbeschafft und die Kolonne zählt 1926 520 aktive Mitglieder zählt.

1933 - 1939

Mit Machtergreifung durch die NSDAP gibt es auch einen Umbruch beim Deutschen Roten Kreuz. Aus den bisherigen drei Abteilungen werden die eigenständigen Sanitätskolonnen 1, 2 und 3. Dem Roten Kreuz wird der Luftschutz-Sanitätsdienst übertragen.

1949 - 1958

Der Wiederaufbau in der Nunnenbeckstraße beginnt. Man kümmert sich um Kriegsheimkehrer und da die Not der Familien groß ist, leistet das Rote Kreuz Hilfe in Form einer Schulspeisung.

1960

Der Sprechfunk findet Einzug in den Fahrzeugen des Krankentransportes.
Die Sanitätskolonne 1 startet am 16. Juli am Hauptbahnhof zum ersten Übungszeltlager nach Moritz in der Fränkischen Schweiz.
Am 21. August wird die Fahne der Sanitätskolonne 1 (die erste im Kreisverband), nach dem jährlichen Totengedenken, geweiht.

1972

Bei der Olympiade in München wird eine 36 Mann starke Hilfsstaffel aus Nürnberg eingesetzt. Um die mehr als 1000 Hilfskräfte zu versorgen ist ein Mitglied der Sanitätskolonne 1 verantwortlich: Hans Ruhl.

1977

Die Rettungswache Süd, die "Hafenwache", wird eröffnet. Sie wird von der Saniatätskolonne 1 betreut und stellt dort nachts und am Wochenende den Rettungsdienst.

1984

Das Rot-Kreuz-Museum wird eröffnet. Initiator und Gründer ist der Ehrenkolonnenführer der Sanitätskolonne 1: Gerhard Gebuhr.

1989

Die Hafenwache wird erweitert: Die Garage wird verlängert, die Wachräume erweitert und der Erweiterungsbau wird unterkellert. Kameraden der SK1 übernehmen die Planungen bis hin zum Zeichnen der Pläne und ein Großteil des Innenausbaus wird in Eigenleistung erbracht.

1992

Aus der Sanitätskolonne 1 (SK1) wird nach langen Diskussionen des Für und Wider die Bereitschaft 1 (B1), somit können neben Männern auch Frauen aufgenommen werden.

1998

Der Betreuungsnotdienst wird durch den Bereitschaftsleiter Walter Meyer initiiert und durch die Bereitschaft 1 als Hintergrunddienst für die zentrale Anlaufstelle Pflege (ZAPF) außerhalb der Geschäftszeiten geleistet. Viele Bereitschaftsmitglieder werden dafür mit einer Betreuungs- und Pflegezusatzausbildung ausgebildet.

1999

Auf Ersuchen des Ordnungsamtes und des Katastrophenschutzamtes der Stadt Nürnberg wird die Notunterkunft Westtor eingerichtet. Die Mitglieder der Bereitschaft 1 richten die Räumlichkeiten her und ein und die Bereitschaft 1 sorgt, unter Leitung von Renate Baum, für die ständige Betriebsbereitschaft.
Am 3. Dezember erhält Gerhard Gebuhr, Ehrenkolonnenführer der SK1, die Ehrenmitgliedschaft der Bereitschaften.

2001

In der Bereitschaft 1 entsteht die SEG Betreuung. Walter Meyer, der Bereitschaftsleiter, kümmert sich um die entsprechende Ausstattung und dass die Helfer und Helferinnen die entsprechenden Ausbildungen erhalten.

2002

Im Juni wird das 25-jährige Bestehen der Südwache gefeiert. Dieses Jubiläum feiert die Bereitschaft 1 mit ca. 400 Gästen; auch die Bewirtung wird von Kameraden und Kameradinnen gestemmt.

2005

Im Februar übernimmt ein Kamerad der Bereitschaft 1 die Kreisbereitschaftsleitung: Walter Meyer. Seit 24 Jahren war er bisher der Bereitschaftsleiter der Bereitschaft 1.

2008

Die Bereitschaft 1 übernimmt mit 4 Mitgliedern zusammen mit einem Vorstand und einer Mitarbeiterin der Pressestellemit 2 LKW den Transport von Hilfsgütern nach Skopje.
Am 9. Oktober gründen 8 Mitglieder der Bereitschaft 1 den Förderverein BKR-Bereitschaft 1 Nürnberg-Stadt e. V.
Mit Herrn Prof. Dr. Helmut Bräuer, Steuerberater, konnte ein Externer als 1. Vorsitzender für den Förderverein gewonnen werden.

2009

Im Juli findet das 50. Katastrophenschutzzeltlager in Streitberg/Oberfellendorf statt. Am Samstag Abend findet aus diesem Grund ein kleiner Festakt statt.

2011

Das Rote Kreuz Nürnberg, und damit als erste Kolonne auch die Bereitschaft 1, begehen die 125-Jahr-Feier. Die Festschrift, ein DIN A4-Buch, wird von der Bereitschaft 1 erstellt: Kamerad Günter Schlötterer wird mit dieser Aufgabe vom Kreisverband betraut. Er wird dabei von der Kameradin Angelika Brugger unterstützt.